Quedos Blog

Was wir so alles erleben...

Frau F. hat das Alter von 93 Jahren erreicht. Vor Jahren hat sie sich dazu entschlossen, ihren Lebensabend im Seniorenheim zu verbringen. Sie lebt weitestgehend selbstständig im Heim, geht gerne spazieren, trifft sich mit Bekannten oder nimmt an Angeboten teil. Eine frohe, lebensbejahende Frau.

Es gibt aber auch die Tage, an denen es Frau F. nicht gut geht - sie leidet unter Depressionen.

Therapiehund Quedo schafft es, ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihre Stimmung aufzuhellen. "Da ist er ja, mein Freund!", ertönt es, wenn Quedo sich nähert und die Freude ist ihr wahrlich anzusehen.

Frau F. hat sich sehr über ihre Fotos mit Quedo gefreut. Wir bedanken uns für die Fotofreigabe.

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Wingerath26-11-14Frau W. lebt mit ihren 91 Jahren in ihrer eigenen Welt, die Demenz ist fortgeschritten, das Gehen wird immer schwieriger.

Mit Therapiehund Quedo auf der Couch fühlt sich Frau W. wohl. Sie streichelt ihn und gibt Quedo Lekkerlies.

Die Trinkflasche haben wir zum ersten Mal im Einsatz. Oftmals löst der Hund bei demenziell Erkrankten den Wunsch nach Fürsorge und Pflege aus. Ein Bedürfnis, das tief im Gedächtnis verankert ist.

Die Erfahrung, gebraucht zu werden, wichtig zu sein und eine sinnvolle Aufgabe zu haben, stärkt das Selbstwertgefühl der Betroffenen und ermuntert sie zur Aktivität.

 

 

Fahron12-11-14Donnerstags besuchen wir das Seniorenheim Fürstenwall. Frau F., bettlägerig und fast blind, ist jedesmal voller Freude, wenn wir an ihrem Bett stehen und uns zu erkennen geben. Neben ihrer Einschränkung beim Sehen ist Frau F. auch noch schwerhörig.

Frau F. bittet mich schnell, Quedo zu ihr ins Bett zu legen, damit sie ihn ganz nah spüren kann. Auf einem Laken wird Therapiehund Quedo zu Frau F. ins Bett gelagert, Quedo schmiegt sich nah an ihren Körper an und schaut ihr tief in die Augen. "Ich kann seine schwarzen Augen sehen!" freut sich Frau F. mit strahlendem Gesicht - Momente, die uns tief im Herzen berühren.

 

Fr. Kammer 10-2014-1Frau K. ist 85 Jahre alt und bettlägerig. Bei der Morgenrunde nimmt sie gerade ihr Frühstück zu sich. Es gibt frisch geschnittene Fleischwurst auf Brot. Ein paar Scheiben Wurst hat Frau K. in einem leeren Yoghurt-Becher gesammelt. Als ich sie darauf aufmerksam mache, dass ihr Wurstscheiben vom Brot fallen, bedankt sie sich und überrascht mich mit den Worten "die Wurst ist für den Hund". für "Quedo".

Zusammen mit Therapiehund Quedo besuche ich etwas später Frau K. nochmal. Frau K. erzählt von ihrem Hund Seppi, eine Dackel-Hündin, die während des 2. Weltkrieges durch ihre Unruhe die Gefahr schon angezeigt hatte, bevor der Fliegeralarm ertönte.

Es ist wunderbar, wie die Kommunikation durch den Hund angeregt wird und bewegende Geschichten aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt werden.

Für Quedo hat sich der Besuch auf alle Fälle gelohnt und Frau K. spricht immer wieder von Quedo und ihrer Seppi :-)

 

FliednerFHDorf2014Am Dienstag, den 25.11.2014, waren wir für einen Vortrag in die Fliedner Fachhochschule Düsseldorf eingeladen.

Die Studierenden des 7. Semesters Pflege und Gesundheit erarbeiten den Umgang mit Menschen mit Demenz und Palliativ Care/Hospiz, und beziehen dabei die tiergestützte Therapie mit ein.

Als Fachreferent wurde ich mit Therapiehund Quedo von den Studierenden freudig empfangen. Neben einem Vortrag und Austausch über die Ausbildung, Einsatzbereiche und Wirkungen konnte eine Auswahl der Studierenden in einem Rollenspiel selbst Erfahrungen sammeln, was einen tiergestützten Einsatz bei Menschen mit Demenz ausmacht.

Klasse, dass das Thema Tiergestützte Therapie an den Fachhochschulen angekommen ist und Professoren jenes in den Lehrplan mit aufnehmen.

Studierende und Professorin Dr. H. waren begeistert und die Anfrage für den neuen Kurs im nächsten Jahr steht.

Danke an die Studierenden für die Freigabe des Fotos zur Veröffentlichung - Wir kommen gerne wieder :-)

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